{"id":78,"date":"2016-06-23T08:22:49","date_gmt":"2016-06-23T06:22:49","guid":{"rendered":"http:\/\/plethorathemes.com\/healthflex\/doctor\/?p=78"},"modified":"2017-07-18T10:57:39","modified_gmt":"2017-07-18T08:57:39","slug":"how-to-protect-your-child-in-flu-season","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/powerkids.at\/en\/how-to-protect-your-child-in-flu-season\/","title":{"rendered":"Diabetes und Kinder"},"content":{"rendered":"<p>Diabetes mellitus \u2013 auch als Zuckerkrankheit bekannt \u2013 ist heutzutage jedermann bekannt. Ist es doch mittlerweile die h\u00e4ufigste Stoffwechselerkrankung. Viele Menschen haben in der eigenen Familie oder im Bekanntenkreis jemanden, der Tabletten nehmen muss, weil er \u201ezuckerkrank\u201c ist. Aber jeder hat damit einen erwachsenen Betroffenen, oft auch mit \u00dcbergewicht vor Auge, wenn man davon spricht. Hierbei handelt es sich um Diabetes mellitus II.<\/p>\n<p><b>Diabetes und Kinder \u2013 Diabetes mellitus I (DM1)<\/b><br \/>\nDiabetes mellitus I ist die h\u00e4ufigste Diabetesform im Kindes- und Jugendalter. Betroffen sind Personen mit einer genetischen Pr\u00e4disposition \u2013 also schon diesbez\u00fcglich eine Erbinformation besitzen. Wann DM1 dann ausbricht ist nicht vorauszusagen. Die Daten zeigen aber, dass das Patientenalter immer j\u00fcnger wird. Eine Erkrankungszunahme vor allem im Kleinkindesalter unter f\u00fcnf Jahren wird beobachtet.<\/p>\n<p>Warum ist das so, werden Sie fragen:<\/p>\n<p>\u2022 Je h\u00f6her der Lebensstandard mit h\u00f6herem hygienischen Standard umso j\u00fcnger scheint das Alter der Erkrankten zu sein. Das Immunsystem wird dadurch weniger herausgefordert und stimuliert. Bei Stress, z.Bsp. durch Infektionen kann es dann bei Kindern mit Erbinformation zur Erstmanifestation (Ausbruch der Erkrankung) kommen<br \/>\n\u2022 Verschiedene Umwelteinfl\u00fcsse werden diskutiert<br \/>\n\u2022 Trigger in der Ern\u00e4hrung wie Kuhmilch k\u00f6nnten eine Rolle spielen.<br \/>\n\u2022 Im Kindesalter sind Knaben und M\u00e4dchen gleich h\u00e4ufig betroffen.<br \/>\n\u2022 In der Altersgruppe \u00fcber 25 Jahren tritt DM1 bei M\u00e4nnern doppelt so h\u00e4ufig auf als bei Frauen. Warum das so ist, ist bisher nicht bekannt.<\/p>\n<p><b>Was bedeutet Typ-1-Diabetes?<\/b><br \/>\nBeim Typ-1-Diabetes bildet das Immunsystem Antik\u00f6rper gegen Zellen in der Bauchspeicheldr\u00fcse (Beta-Zellen), die Insulin produzieren und zerst\u00f6ren diese. Sind etwa 70 % dieser Beta-Zellen zerst\u00f6rt, dann wird die Erkrankung sichtbar \u2013 manifest. Es wird dann nicht mehr ausreichend Insulin produziert und der Zucker im Blut steigt an.<br \/>\nInsulin ist ein Hormon, dass den Zucker aus dem Blut in die Zelle einbaut. Zucker ist ein wichtiger Energielieferant f\u00fcr den K\u00f6rper.<\/p>\n<p><b>Wie erkenne ich, dass mein Kind an DM 1 erkrankt ist?<\/b><br \/>\nWenn ich folgende Symptome an meinem Kind bemerke, dann muss sofort eine medizinische Abkl\u00e4rung erfolgen:<br \/>\n\u2022 Gro\u00dfer nicht nachlassender Durst, auch nachts \u2013 es werden mehrere Liter Fl\u00fcssigkeit pro Tag getrunken !<br \/>\n\u2022 Gewichtsverlust obwohl viel gegessen wird<br \/>\n\u2022 Gro\u00dfer Harndrang, die Kinder wachen auch nachts auf oder n\u00e4ssen ein.<br \/>\n\u2022 M\u00fcdigkeit, Konzentrationsst\u00f6rungen, Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nde<br \/>\n\u2022 Zus\u00e4tzlich allgemeine Symptome wie Bauchschmerzen, Sehst\u00f6rungen und trockene Haut<\/p>\n<p>Die Diagnose DM1 ist f\u00fcr die betroffene Familie immer ein Schock \u2013 unabh\u00e4ngig von Alter des Kindes. Stellt es doch den Alltag jeder Familie geh\u00f6rig auf den Kopf.<br \/>\nWas folgt ist eine station\u00e4re Aufnahme auf einer Kinderstation zur Stabilisierung des Stoffwechsels und zur eingehenden Schulung der gesamten Familie.<br \/>\nJe kleiner der Patient umso l\u00e4nger dauert in der Regel der station\u00e4ren Aufenthalt. Im Verlauf der Schulung wird den Betroffenen aber immer klarer, worum es sich bei dieser Erkrankung handelt, welche Therapieoptionen haben wir, was muss ich bei der Ern\u00e4hrung beachten, und wie wird nun unser Alltag aussehen.<\/p>\n<p>Das Ziel ist es, der Familie und dem Kind einen nahezu normalen Alltag zu erm\u00f6glichen. Daf\u00fcr steht in der Regel ein Schulungsteam bestehend aus Di\u00e4tassistenten, Schulungsschwestern, Psychologen und \u00c4rzte zur Verf\u00fcgung. Die Schulung wird altersangepasst durchgef\u00fchrt, Blutzuckermessungen sowie die Selbstinjektion des Insulins mit einem Pens genau erlernt. Im Idealfall wird auch Kindergartenpersonal involviert.<\/p>\n<p><b>Therapie:<\/b><br \/>\nAufgrund des Insulinmangels muss nun Insulin zugef\u00fchrt werden \u2013 daf\u00fcr gibt es Pens, mit denen das Insulin gespritzt wird \u2013 meistens in den Oberschenkel.<br \/>\nWieviel Einheiten gespritzt werden m\u00fcssen, und ob es daf\u00fcr fixe Tageszeiten gibt oder vor jeder Mahlzeit, das wird individuell in Abh\u00e4ngigkeit von Alter und sozialem Umfeld des Kindes entschieden.<br \/>\nEine neuere sehr beliebte Option ist die Insulinpumpe. Dabei wird \u00fcber eine Pumpe (etwa so gross wie ein Handy) kontinuierlich Insulin ins Gewebe subcutan abgegeben. Die Nadel muss daf\u00fcr nur jeden dritten Tag gewechselt werden.<\/p>\n<p><b>Verlauf:<\/b><br \/>\nEine engmaschige Betreuung und konkrete Ansprechpersonen in einem Diabeteszentrum sind von besonderer Wichtigkeit. In der Regel finden nach der Entlassung in k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden Kontrollen bei dem betreuendem Team statt \u2013 offene Fragen werden gekl\u00e4rt.<br \/>\nIm weiteren Verlauf sollte das Kinder\/der Jugendliche etwa alle drei Monate ambulant kontrolliert werden. Es wird empfohlen, ein Diabetes-Tagebuch zu f\u00fchren, in dem die regelm\u00e4ssig gemessenen Blutzuckerwerte eingetragen werden \u2013 Therapie\u00e4nderungen k\u00f6nnen bei Kontrollterminen dann besprochen werden.<br \/>\nWeitere Untersuchungen:<br \/>\n\u2022 HbA1c \u2013 ein Blutwert, der Information gibt, wie im Schnitt die BZ-Werte in den letzten Wochen waren<br \/>\n\u2022 Gewicht, Gr\u00f6sse, Blutdruck<br \/>\n\u2022 Harnkontrolle einmal j\u00e4hrlich ab einer Krankheitsdauer von etwa 5 Jahren<br \/>\n\u2022 Blutabnahme einmal j\u00e4hrlich zum Ausschluss ein Begleiterkrankungen (Schilddr\u00fcse, Z\u00f6liakie)<br \/>\n\u2022 Augen\u00e4rztliche Kontrolle wenn Krankheitsdauer l\u00e4nger als 5 Jahre<\/p>\n<p><b>Empfehlung:<\/b><br \/>\nUm dem Kind und der gesamten Familie einen nahezu normalen Alltag zu erm\u00f6glichen und Folgesch\u00e4den der Erkrankung zu vermeiden, ist ein regelrechtes \u201eManagement\u201c wichtig mit Einbindung in ein Diabetesteam, ausf\u00fchrliche Schulung, konsequente Ern\u00e4hrung, Bewegung und entsprechende Insulinbehandlung.<br \/>\nDas Ziel ist, dem Betroffenen, der Familie die Angst zu nehmen, die Krankheit zu akzeptieren um eine Aussenseiterrolle zu vermeiden. Die \u201eMessage\u201c ist: du bist leistungsf\u00e4hig; dein Alltag, dein Schul-, Ausbildungs- oder Studienwunsch kann genau so verwirklicht werden wie bei deinen \u201enicht-diabetischen\u201c Altersgenossen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diabetes mellitus \u2013 auch als Zuckerkrankheit bekannt \u2013 ist heutzutage jedermann bekannt. Ist es doch mittlerweile die h\u00e4ufigste Stoffwechselerkrankung. Viele Menschen haben in der eigenen Familie oder im Bekanntenkreis jemanden, der Tabletten nehmen muss, weil er \u201ezuckerkrank\u201c ist. Aber jeder hat damit einen erwachsenen Betroffenen, oft auch mit \u00dcbergewicht vor Auge, wenn man davon spricht. 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